Partnerschaft Vohburg a.d. Donau – Clermont/Oise

40 Jahre Städtepartnerschaft Vohburg-Clermont

Vohburg (zoe). Seit 40 Jahren gibt es jetzt die Städtepartnerschaft zwischen Vohburg und der französischen Stadt Clermont de l'Oise. Das Jubiläum wurde fünf Tage in Vohburg gefeiert. Höhepunkt war dabei der Festabend in der Agnes-Bernauer-Halle.

Das Programm hatte daneben unter anderem eine Exkursion nach München, ein europäisches Picknick, Projektbeiträge der Grund- und Mittelschule Vohburg, einen Besuch des Kelten-Römer-Museums in Manching, des Hundertwasserturms in Abensberg und einen geselligen Abend im Kulturstadel umfasst.

Der Festabend begann mit einem Gottesdienst in der Vohburger Pfarrkirche St. Peter, konzelebriert von Vohburgs Stadtpfarrer Thomas Zinecker und Dr. Benjamin Kasole Ka Mungu von der Pfarrei Irsching, anschließend eine Kranzniederlegung am Kriegerdenkmal und dem Abspielen der deutschen Nationalhymne und der Marseillaise durch die Stadtkapelle und Mitgliedern der Harmonie Municipale de Clermont. Anschließend wurde unter den Klängen der Stadtkapelle zur Agnes-Bernauer-Halle marschiert. Dort konnte der 1. Vorsitzende des Partnerschaftskomitees, Hans Thaller, neben zahlreichen Vertretern der beiden Kommunen, auch Landrat Martin Wolf, sowie eine Delegation aus Sudbury, der englischen Partnerstadt Clermonts, begrüßen. Hans Thaller wies auf die Wichtigkeit hin, in Zeiten der Rezession und Krisen eine solche Partnerschaft zu fördern. Man habe im Lauf der Jahre Freunde gefunden und vor allem gegenseitiges Verständnis. Dafür bedankte sich der Vorsitzende nicht nur bei den Bürgermeistern beider Städte, sondern bei allen Bürgerinnen und Bürgern. Vohburgs Bürgermeister Martin Schmid würdigte das bisher Geleistete, wie den Jugendaustausch und die Schulpartnerschaft, aber auch die vielen Freundschaften auf privater Ebene. Landrat Martin Wolf überbrachte anschließend die Glückwünsche des Landkreises.

Clermonts Bürgermeister Lionel Ollivier würdigte die Leistungen der beiden Pioniere der Freundschaft, des damaligen Vohburger Bürgermeister Josef Piller und dessen Amtskollegen Robert Rouzier, welche beide mit großem Enthusiasmus die Freundschaftsurkunde unterschrieben hatten, obwohl ihre Generation sehr unter dem Schrecken des Krieges zu leiden hatte. "Wer hätte geglaubt, dass man in den Ruinen dieses tödlichen Konflikts menschliche und brüderliche Gesten finden würde, die den Blick auf das andere Volk so verändern", sagte Ollivier und ließ abschließend die Freundschaft, die Partnerschaft, Vohburg, Clermont und Europa hochleben.

Die Vorsitzende des Clermonter Partnerschaftskomitees, Françoise Delaye, erinnerte an die vielen gemeinsamen Feste in den vergangenen 40 Jahren, aber auch an die vielen anderen Aktivitäten, seien es Musikerfeste, Vereinstreffen, eine gemeinsame Jagd oder auch Radfahren in den französischen Alpen. Sie wünschte sich aber auch, dass sie zukünftig mehr junge Leute bei der deutsch-französischen Partnerschaft zu sehen: "die zukünftigen Generationen sollen doch unser Werk weiter führen". Anschließend tauschten die Bürgermeister und die Abordnungen der Partnerschaften Geschenke aus und ehrten verdiente Gründer der Partnerschaft.

Auf deutscher Seite waren dies der damalige Bürgermeister Josef Piller, dessen Nachfolger Josef Hammerschmid, die langjährige Komitee-Vorsitzende Margarete Hammerschmid, Johann Pflügl, Joseph Pflügl und Erich Körbl.
Auf französischer Seite erhielten der frühere Bürgermeister von Clermont, André Vantomme, die beiden ehemaligen Komitee-Vorsitzenden Yves Laurent und Jeanine Boulet sowie Monika Delafraye die Vohburger Stadtmünze und eine Urkunde. Das Programm des Festabends wurde vom Männergesangesverein "Liedertafel" Vohburg, der Volkstanzgruppe, der Stadtkapelle und der Harmonie Municipale de Clermont gestaltet.