1347 wird Albrecht von Tünzing erwähnt. - Die Lage an einer alten Heerstraße führte zu häufigen Zerstörungen des Ortes, der dem Kloster Scheyern unterstand. Die Kirche gehörte dagegen zum Bistum Regensburg.


Spätgotischer Bau mit Chorturm, barockisiert; mit Ausstattung.
Bis ins 12./13. Jahrhundert zurückreichende Chorturmanlage, der Turm mit Stufengiebel und zuoberst rundbogigen Abschluss, Kirche und Vorzeichen mit steilem Satteldach. - Im Chor ein Kreuzgewölbe mit barocken Stuckrippen, schmales Langhaus mit Flachdecke über Hohlkehle mit neubarocken Stukkaturen.
Der Hochaltar ist ein konkaves, viersäuliges Rokokoretabel mit Seitenfiguren der hll. Wendelin und Nikolaus (?) sowie Bild: Glorie des hl. Nikolaus über der Ortsansicht. Die Seitenältäre und Kanzel mit Knorpelwerk stammen aus der 1. Hälfte des 17. Jhs. Der von einem Wappen bekrönte Seitenaltar mit Seitenfiguren der hll. Sebastian und Petrus sowie Gemälde: Maria präsentiert der hl. Anna das Kind, der nördliche Seitenaltar mit Gemälde des hl. Sebastian, seitlich Figuren der hll. Paulus und Rochus. - An der südlichen Langhauswand Sitzfigur des hl. Nikolaus, Anfang 16. Jh., mit reicher ursprünglicher Fassung, nördlich ein stehender hl. Nikolaus, ebenfalls in Originalfassung, um 1460. Barocke Figuren: Kruzifixus und Schmerzensmutter, Anna Selbdritt.
Friedhofsmauer mit seltenem Torhaus an der Nordostecke, 1. Hälfte des 16. Jhs. Die Befestigungsmauer wird von gestuften Strebepfeilern gestützt. In der östlichen Ecke ein Torturm mit Schlitzöffnungen und weiter Rundbogendurchfahrt. In der südlichen Innenwand eine Nische, in der die Leichen aufbewahrt wurden.
Mit in den Bering einbezogen ist das ehemalige Schulhaus (Mitte 19. Jh.). 1987/88 wurde ein Geschoss des mit Giebelaufsätzen belebten Hauses abgetragen und zu einem Leichenhaus mit Kriegerdenkmal umgebaut.
Am Haus der Bergstraße 1 befindet sich eine Wappentafel (1721). Sie stellt das Wappen des Abtes Benedikt II. Meyding von Scheyern (1709 - 22) dar.
(Quelle: Denkmäler in Bayern - Landkreis Pfaffenhofen, Jolanda Drexler-Herold, Angelika Wegener-Hüssen)
Bereits um 1100 sind Besitzungen des Klosters Münchsmünster in Hartacker nachgewiesen. Ein Ortsadel erscheint erstmals 1267.
Mitte des 19. Jahrhunderts; mit Ausstattung. Neugotischer, halb rund geschlossener Bau, Westturm mit Spitzhelm. Im flach gedeckten Innern ein neuromanischer Altar mit Figur der Muttergottes.
(Quelle: Denkmäler in Bayern - Landkreis Pfaffenhofen, Jolanda Drexler-Herold, Angelika Wegener-Hüssen)
Errichtet im Jahre 1878, laut einer Inschrifttafel über dem Portal. " Erbaut von Andreas und Katharina Hägl von Vohburg 1878".
Frei in der Flur am Wegrand stehende Kapelle in schlichten neugotischen Formen. Das Schiff mit zwei Fensterachsen mündet übergangslos in einen runden Chorabschluss. Der Westwand ist ein stämmiger Turm mit steilem Spitzhelm vorgelagert, der unten als kleine Portalvorhalle ausgestaltet ist. Türblatt, Beschläge und Schloss stammen noch aus der Bauzeit der Kapelle.
Der Innenraum ist zweigeteilt. Im Osten wird durch einspringende Zungenmauern und ein schmiedeeisernes Gitter (original) das Chorrund deutlich abgegrenzt. Das verbleibende Schiff trägt ein weites Tonnengewölbe mit Stichkappen. Die Raumschale zeigt derzeit eine sehr einfache Fugenmalerei auf weißem Grund, im Chorgewölbe einen "Sternenhimmel". Der Fußboden (Solnhofener Platten) sowie das schlichte Gestühl sind original aus der Bauzeit.
(Quelle: Pfarramt St. Peter Vohburg)
Hauptgebäude der Mühle mit Fresken auf der Hofseite, 1956 wohl über altem Kern erneuert.
Die Neumühle wurde 1350 erstmals erwähnt. Die Anlage besteht aus mehreren Giebelbauten. Hauptbau mit genuteten Ecklisenen, Giebelaufsatz dat. 1956. Auf der Traufseite zum Hof Wandfresken: Heiligenszenen und Sonnenuhr, wohl nach Vorbild volkstümlich barockisierend.
(Quellen: Denkmäler in Bayern - Landkreis Pfaffenhofen, Jolanda Drexler-Herold, Angelika Wegener-Hüssen; Foto aus: Vohburg mit seinen Ortsteilen - Bilder einer liebenswerten Kleinstadt und ihrer Bürger v. J. Pflügl)
1028 als Königsgut erwähnt, kam Irsching 1442 in den Besitz derer von Gumppenberg, die dort noch 1752 vier Anwesen besaßen. Besitzungen in Irsching hatten auch die Hohenecker, die auf Knodorf saßen, das Kloster Münchsmünster und die Schilbatz. 1524 galt Irsching als gefreiter Sitz und ehemaliges Burgsassengut, 1560 als landesherrliche Hofmark.



Spätgotischer Bau, der nach Norden (1972/73) hin modern erweitert wurde. Die alte Kirche mit spitzbogigen Fenstern nach Süden und Chorturm, der spitzbogige Schalöffnungen mit kräftiger Trennsäule und ein durch Blenden gegliedertes Oktogon mit eingezogener Zwiebelhaube besitzt.
Der kleine ansprechende Innenraum ist barockisiert. Das Kreuzgewölbe des Chors mit verschliffenen Scheitel setzt auf Konsolen mit Engelsköpfchen in Wolken auf. Das Langhaus ist auf umlaufender Holzkehle flach gedeckt. Elegante Deckenstukkaturen mit Blütenranken, um 1730. Im mittleren Stuckrahmen Fresko mit Geburt Christi (1938). Ausstattung in frühen Rokokoformen, um 1730/1740. Der Hochaltar ist ein sechssäuliges Retabel mit seitlichen Durchlässen und Figuren gekrönter, weiblicher Heiliger; die Seitenaltäre wurden überarbeitet; alle Altarblätter sind nazarenisch.
Die Kanzel ist mit Bilder der Evangelisten bestückt. Das Gemälde der hl. Ottilia stammt aus dem 18. Jh. Die Kreuzwegbilder sind barock. In einer Nische der südlichen Langhauswand befindet sich eine barocke Pietá-Gruppe. Die Büste der hl. Ottilia wurde auf das frühe 15. Jh. datiert, eine Figur dieser Heiligen auf das 16./17. Jh.
An der Rückwand sind Priestergrabsteine angebracht, einer mit dem Relief des Priesters Martin Hofbauer († 1654), zwei weitere stammen aus dem 18. Jh.
(Quelle: Denkmäler in Bayern - Landkreis Pfaffenhofen, Jolanda Drexler-Herold, Angelika Wegener-Hüssen)
Knodorf gehörte lange Zeit zu der Gemeinde Irsching. Der Ursprung des Ortes ist nicht bekannt, jedoch dürfte die Gegend zwischen Manching und Vohburg schon sehr früh besiedelt worden sein. Knodorf zählte zu den sogenannten Hofmarken. Erste Schreibweisen gehen auf das 11. Jh. zurück. Heute gehört Knodorf zur Stadt Vohburg, wobei, bedingt durch einen alten Grenzverlauf, die Häuser westlich der Hofmarkstraße zu Ernsgaden gehören.
Das Schloss in der Hofmarktstraße 18, wechselte im Laufe der Jahre oftmals den Besitzer. Hetue ist es im Besitz der Familie Grauvogl. Das ehemalige Schloss dürfte in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts entstanden sein, es ist ein zweigeschossiger Mansarddachbau mit profiliertem Traufgesims.
(Quelle: Denkmäler in Bayern - Landkreis Pfaffenhofen, Jolanda Drexler-Herold, Angelika Wegener-Hüssen Foto: Vohburg mit seinen Ortsteilen im 20. Jahrhundert - Bilder einer liebeswerten Kleinstadt, Joseph Pflügl)
Das Kirchlein stammt wohl aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Es ist ein schlichter, dreiseitig abschließender Bau, kurzer Giebelturm mit Zeltdach. Im Innern eine Flachdecke, über dem Altar ein ein nazarenisches Bild der Immaculata und rocaillegerahmte Stickereien mit Reliquien.
(Quelle: Denkmäler in Bayern - Landkreis Pfaffenhofen, Jolanda Drexler-Herold, Angelika Wegener-Hüssen Foto: Vohburg mit seinen Ortsteilen im 20. Jahrhundert - Bilder einer liebeswerten Kleinstadt, Joseph Pflügl)
Nachdem über die Gründung der Ortschaft noch keine Aufzeichnungen gefunden wurden, geht man wegen der gewaltigen Ausmaße des Kirchturmes davon aus, dass es sich hierbei um die Überreste einer Ritterburg handeln könnte. So ist die Annahme wohl berechtigt, dass die Gründung auf die Karolinger-Zeit zurückgeht. Urkundlich wird der Ort 1563 (Ingolstadt) erstmals erwähnt.
Auf eine weit zurückreichende Besiedlung deuten der Fund einer keltischen Münze, Flachgräber und Skelettreste in Hockerstellung in der Nähe der Kirche. 1939 entdeckte man hier ebenfalls Fragmente eines mittelalterlichen Berings. 1455 sind zwei Höfe in Au im Besitz des Münchner Auer Klosters urkundlich belegt.


Das Kirchlein St. Peter ist wohl 1693 über älterem Kern erbaut.
Pittoreske Lage an der Donau. - Die Saalkirche mit kleiner halbrunder Apsis ist romanischen Ursprungs, letzte Restaurierung 1991. Polygonaler Giebelreiter mit kurzem Spitzhelm, hochliegende Rundfenster, über dem Südeingang die Jahreszahl 1683. - Im Schiff eine Holzdecke und hölzerne Westempore, die Altarapsis wurde um 1900 mit antikisierender Darstellung des thronenden Petrus ausgemalt. Schlichter Altar von 1898. - Bemerkenswerte Kanzel, dat. 1582, polygonaler Korpus mit schwarzer Arabeskenmalerei und Kreuzigungsbild mit Stifter. - Kreuzigungsgruppe des Rokoko.
(Quelle: Denkmäler in Bayern - Landkreis Pfaffenhofen, Jolanda Drexler-Herold, Angelika Wegener-Hüssen)


Frühgotische Chorturmanlage, 1706 barockisiert; mit Ausstattung. Die Chorturmkirche des späten 13. Jhs. wurde 1706 und 1888 durchgreifend umgestaltet, ferner 1928 nach Westen verlängert. Die Satteldachturm mit den segmentbogig abschließenden Staffeln und den breiten spitzbogigen Klangarkaden, stammt aus dem 16. Jh. An der Nord- und Südseite befinden sich neuromanische Portale. Im Langhaus Flachdecke mit figürlich bereichertem Rahmenstuck im Stil des Frühbarock, erneuerte Deckenfresken. An der Empore zwei Gemälde, wohl aus dem letzten Viertel des 17. Jhs.: Flucht nach Ägypten, Totenbett mit Priester und hl. Michael. Alle Altäre sind in Stilformen des 17. Jhs. gehalten (wohl weitgehend um 1900 entstanden), nazarenischer Figurenschmuck, darunter vereinzelt barocke Skulpturen. Grabsteine, vor allem für Priester 17./18. Jh.
(Quelle: Denkmäler in Bayern - Landkreis Pfaffenhofen, Jolanda Drexler-Herold, Angelika Wegener-Hüssen; Vohburg mit seinen Ortsteilen im 20. Jahrhundert - Bilder einer liebeswerten Kleinstadt, Joseph Pflügl)
Die Kapelle stammt aus der neuerer Zeit (1950), allerdings steht im Innern eine Gedächtnistafel, die aus dem Jahre 1820 stammt. In der Vorhalle berichtet eine Inschrifttafel von drei Wundern an dieser Stelle, durch die Gott die Unschuld des wegen Selbstmordes angeklagten seligen Bauern von Vohburg offenbarte.
(Quelle: Denkmäler in Bayern - Landkreis Pfaffenhofen, Jolanda Drexler-Herold, Angelika Wegener-Hüssen)
Oberhartheim


Spätgotischer Bau datiert auf den Anfang des 17. Jh. nach Norden um ein Nebenschiff erweitert.
Kolumbaner Mönche aus dem Kloster Weltenburg errichteten die "Kapelle im Moos", die 1421 durch eine Kirche ersetzt wurde. 1462 Stiftung eines Benefiziums. Umbau mit Anfügung eines nördlichen Seitenschiffes und Blüte im 17. Jh., aber auch Beschädigung im Dreißigjährigen Krieg. Innen- 1972, Außenrenovierung 1984.
Der wenig eingezogene Chor besitzt spitzbogige Fenster mit tiefen Kehlgewänden, am Scheitel ein zweibahniges Maßwerkfenster. An der Nordseite des Chors der Turm mit Spitzhelm über durch Spitzbogenblenden gegliederten Dreiecksgiebeln.
Das Seitenschiff flutchtet mit dem Turm. Der Westgiebel ist noch gotisch gestäbt. Westportal mit säulentragender Vorhalle (17. Jh.). Hier eingemauert ein kleiner Taufstein mit Maßwerk.
Der Chor mit 3/8-Schluss umfasst zwei Langjoche, Tonnengewölbe mit Stichkappen. An der Flachdecke des Langhauses sparsamer Stuck und Malerei von Ludwig Maurer-Franken, 1949.
Reiche Ausstattung in Stilformen der zweiten Hälfte des 17. Jhs. (auch neubarocke Teile): vier Retabel mit gewundenen Säulen und seitlichen Barockfiguren. Während die übrigen Altäre Gemälde aufweisen, trägt der viersäulige Hochaltar das Gnadenbild, eine geschnitzte Sitzfigur der Muttergottes, 15. Jh. Im Nebenaltar des nördlichen Seitenschiffs seitliche Figuren der hll. Johannes Ev. und Johannes Bapt., 1. Hälfte 16. Jh.und nazarenisches Altarblatt der büßenden Maria Magdalena, dieser Altar dürfte lt. Dr. Friedrich Fuchs, aus der profanierten Vohburger Andreaskirche stammen. Er soll nach der Profanierung der Andreaskirche im späten 19. Jh. hierher transferiert worden sein.
An der nördlichen Chorwand eine bäuerliche Pietá in gotischer Tradition und zahlreiche Votivbilder sowie Reliquiare des ausgehendne 18. Jhs.
(Quellen: Denkmäler in Bayern - Landkreis Pfaffenhofen, Jolanda Drexler-Herold, Angelika Wegener-Hüssen; Kunstsammlungen des Bistums Regensburg)
Unterhartheim
Kapelle an der Pförringer Straße stammt aus der ersten Hälfte des 19. Jhs. Es ist ein halbrund geschlossener Bau mit gewölbter Chornische mit einfacher Ausstattung.
Rockolding
Rockolding wird bereits 821 und 1086 erwähnt. Das Martinspatrozinium der Kirche lässt auf fränkischen Ursprung schließen. 1499 wird die Hofmark Rockolding als Besitz der Universität Ingolstadt angeführt. Die Hofmarksherren von Rockolding gehören einem Vohburger Ministerialgeschlecht an; erwähnt werden 1374, 1403 und 1440 die Schilbatz; 1519 ist Kaspar Hohenecker nachweisbar.


Aus dem 17. Jh. auf romansicher Grundlage. Die Chorturmkirche romanischen Ursprungs wurde vermutlich 1615 aufgestockt. Bei der Renovierung kam die Inschrift: "MA ANO 1615 HMG IWG" zum Vorschein. 1734 wurde das Kirchenschiff erweitert. Segmentbogig geschlossene Saalkirche. Chorturm mit Spitzhelm über Dreiecksgiebeln, seine Obergeschosse durch Rechteckblenden gegliedert.
Tonnengewölbter Chor, Schiff mit Flachdecke über Hohlkehle, Stuckrahmen und figürliche Fresken aus der Erweiterungsphase. Der Hochaltar mit gewundenen Säulen, Bild des hl. Martin und spätgotischen Figuren der hl. Blasius und Wolfgang (um 1500) stammt aus der 2. Hälfte des 17. Jhs., der linke ist der Muttergottes, der rechte dem hl. Josef geweiht.
Einige spätgotische Figuren, u. a. der hl. Nikolaus, Anfang 16. Jh. eine Rarität sind die Gipsfiguren einer Apostelreihe und der Muttergottes aus dem 15. Jh., einige Unterkörper barock erneuert. Die letzte Renovierung fand 1995/1996 statt.
(Quellen: Denkmäler in Bayern - Landkreis Pfaffenhofen, Jolanda Drexler-Herold, Angelika Wegener-Hüssen; Fotos aus: Vohburg - Beiträge zur Natur- und Kulturgeschichte, m. weiteren Quellenangaben)